Zur Brennerstraße
Es war bereits unsere Gewohnheit geworden, so früh wie möglich zu frühstücken und dann zu starten. Um Innsbruck zu umgehen hatten wir uns eine eigene Strecke gesucht. Es ging am Inn entlang und dann allerdings Straßen, die nur mit Allrad zu befahren waren. Wir mit unserem Bioantrieb hatten gleich zu Beginn echte Probleme mit den Steigungen und testeten kurzzeitig, ob die Straße überhaupt zu Fuß möglich war. Natürlich kam direkt ein Auto mit speziellen Kommentaren. Wir fuhren weiter auf der halben Höhe über dem Brenner Tal und lernten die durchschnittlichen Werte der Steigung kennen. Teilweise ging es bergab, teilweise Hatten wir Steigungen von über 10 %. Im Durchschnitt soll die Steigung des Brenneres 2,8 % sein.
Vorerst waren wir aber in sehr schöner Landschhaft und mit sehr wenig Verkehr unterwegs. Kleine Dörfer wechselten sich mit Wald und dem Skigebiet Patscherkofel ab. Erst in Mühlbachl, kurz vor Matrei kamen wir auf die Brenner Straße.
Zum Brennerpass und zur Übernachtung
Bis zur Brennerstraße waren wir nun schon gut drei Stunden unterwegs und das Wetter meinte es sehr gut mit uns. Da rettete ein Supermarkt am Anfang von Mattrei uns den Tag. Ein großes Spezi wurde gerecht auf mich und eine Flasche verteilt und nach einer längeren Pause nahmen wir die restlichen 25 km zum Pass in Angriff. Laut Streckenvorgabe sollten wir nochmals von der Fernstraße auf kleinere Straßen ausweichen, aber unser Bedarf an zusätzlichen und steilen Höhenmetern war gedeckt. Montags war der Verkehr auch erträglich und wir setzten die Fahrt auf der Fernstraße fort. Kurz vor dem Pass mussten wir dann unter der Autobahn hindurch. Der Anstieg dorthin war noch einmal recht lang und über dem Durchschnitt. Dort entstand das folgende Bild, das den Anstieg zeigen soll.

Kurz darauf war das Fotoshooting vor dem Passmonument.

Von den versammelten Radfahrern holten wir uns noch Anregungen für einen guten Kaffee und schon starteten wir die Abfahrt nach Sterzing über einen ehemaligen Bahndamm.

Die Strecke von Sterzing nach Mühlbach zog sich dann noch hin. Im Tal, neben großen Straßen, war es weniger schön, als am Vormittag. Ganz eben war die Strecke auch nicht und so waren wir froh, unser Hotel erreicht zu haben. Auf dem Markplatz gab es, nach dem Bezug des Zimmers, die erste Pizza, die ab jetzt in Italien unser Standard werden sollte. Abends zogen Wolken auf und wir hatten Bedenken zum morgigen Wetter.

