Der Erztaler Radmarathon 2025
Die Strecke und die Rahmenbedingungen entsprachen dem Erztaler Radmarathon 2024. Ich bin leider nicht wesentlich schneller geworden, suchte aber eine andere Herausforderung als im Vorjahr. Also ging ich die große Runde an. Allerdings startete ich bereits eine Stunde vor dem offiziellen Start.
Das Wetter war in der Vorhersage allerdings deutlich komplizierter als im Vorjahr. Die Temperatur lag früh nur wenig über dem Gefrierpunkt und ich hatte ja noch einige Höhenmeter zu bewältigen. Weiterhin ist der Kamm des Osterzgebirges gern windig bis stürmisch. In den Wäldern auf dem Kamm war ich mir nicht sicher, ob es glatt war.
Ich wollte keinen Rucksack für zusätzliche Bekleidung mitnehmen und zog mich so flexibel wie möglich an. Baselayer, Handschuhe, Armlinge und Beinlinge zu knielanger Bib und langem Trikot. Ich musste mir auch den ganzen Tag keine Gedanken über das Verstauen von Teilen machen, da ich außer den Handschuhen nichts ausgezogen habe. Mit den ganzen Klamotten bin ich gut klar gekommen.
Sehr gewöhnungsbedürftig war die Tatsache, dass, wenn man nicht schwitzt, die gesamte Flüssigkeit aus der Verpflegung trotzdem irgendwo hin muss. Das bedeutete gefühlt jede halbe Stande eine Pause in den Büschen.
Die Spitzengruppe
Kurz vor dem Mückentürmchen holte mich dann die Spitzengruppe ein. Ich unternahm keinen Versuch an der Gruppe dran zu bleiben. Überholt habe ich die meisten dann aber doch wieder. Am Mückentürmchen war die Verpflegungsstation und ich hatte noch ausreichend Verpflegung in meinen Flaschen. Wenige Minuten später wurde ich also wieder überholt.
Die Strecke nach Dresden und zurück auf den Kamm
Vom Kamm fuhren wir dann Richtung Zinnwald, wo sich dann wieder mehrere Strecken treffen, so dass immer andere Teilnehmer um mich herum waren. Bis Dresden war es unspektakulär und die Anstiege nach Maxen und Borthen waren, trotzdem ich die zusätzlichen Kilometer im Vergleich zum Vorjahr ja schon gefahren war, nicht so schwer für mich. Das Müglitztal entsprach dann meiner Erinnerung, lang und zäh.
Zurück zum Ziel
Ich erreichte aber den Kamm ein weiteres Mal und hatte noch Zeit für eine ausgedehnte Pause an der Verpflegungsstation in Schmiedeberg. Nach dieser Pause war meine Motivation allerdings aufgebraucht und ich habe wohl hilfebedürftig ausgesehen. Die Leute von der Verpflegung haben sich bei mir entschuldigt, dass sie mich nicht im Auto mitnehmen könnten. So schlimm fühlte ich mich aber dann doch nicht und die Strecke ging ja auch tendenziell lediglich bergab. Die zusätzliche Strecke zum Ziel habe ich mir gespart, das ich am Anfang mit der Zeit geschummelt hatte.
Nach 213 km und 3.325 Höhenmetern (laut Garmin) kam ich wieder zu Hause an. Die Höhenmeter hatte ich also 10% übererfüllt, dafür war die Strecke etwas kürzer.